Weniger ist mehr.
Shettys stammen ursprünglich von den Shetlandinseln. Das raue Klima und die karge Landschaft ihrer Heimat haben über Generationen ein kleines, robustes und genügsames Pony geprägt. Wer sich mit dieser Herkunft beschäftigt, versteht schnell, warum Shettys andere Ansprüche an Haltung und Fütterung stellen, als ihre geringe Größe vielleicht vermuten lässt.
Sie brauchen Bewegung, Sozialkontakt und ausreichend Platz. Ein Leben überwiegend in der Box passt dazu nur schlecht. Besonders wichtig ist der Kontakt zu Artgenossen – idealerweise zu mindestens einem Partner ähnlicher Größe und mit vergleichbaren Bedürfnissen.
Leider werden Shettys noch immer häufig lediglich als Gesellschaft für ein Großpferd angeschafft. Ein zweites Großpferd soll vermieden werden, also zieht ein kleines Pony als „Beisteller“ ein. Auch als vermeintlich praktischer Rasenmäher, auf dem vielleicht irgendwann die Kinder oder Enkel ein wenig reiten können, müssen Shettys herhalten.
Dabei sind diese kleinen Ponys viel mehr als Beisteller oder Rasenmäher.
Ihre Geschichte war nicht immer leicht. Früher wurden kleine Ponys unter anderem als Grubenponys eingesetzt, heute werden ihre Bedürfnisse häufig unterschätzt, weil sie robust, genügsam und klein sind.
Doch gerade Shettys sind intelligente, lernfreudige Pferde. Sie benötigen Zuwendung, Pflege, Sozialkontakt, Bewegung und vor allem eine Aufgabe, die sie körperlich und geistig fordert.
Ein Minishetty möchte nicht einfach nur irgendwo stehen. Es möchte Pferd sein – und beschäftigt werden.